Macheren

Schaffung und Erhaltung des Friedens zwischen den Völkern und Menschen der Erde, sollte eines der höchsten und heiligsten Ziele aller sein.

Was Robert Schuman und Konrad Adenauer in Erinnerung an die unsäglichen Kriege sich erträumt und begonnen haben, wird nun unter dem gemeinsamen Dach Europa Wirklichkeit.

Die große Politik kann dabei lediglich die rechtliche Grundlage für ein solches gemeinsames Europa schaffen. Die Verwirklichung ist aber nur durch die aktive Mitwirkung eines jeden einzelnen Menschen möglich. Dazu zählen auch kleine Schritte, die von Gemeinden gegangen werden können, um dieses Ziel des sich Näherkommens zu erreichen.

In dieser Erkenntnis haben die beiden Städte Linden und Macheren Petit-Ebersviller beschlossen, eine Verbindung einzugehen.

Diese Urkunde wird in der Erwartung vollzogen, dass diese Partnerschaft mit dazu beitragen möge, dieses große Ziel eines gemeinsamen Europas, das friedliche Zusammenleben aller Nationen ein gut nachbarliches Verhältnis der Menschen unserer beiden Länder und das wirtschaftliche Wohlergehen eines jeden Einzelnen Wirklichkeit werden zu lassen.

LINDEN/MACHEREN (TW 19.06.2002). Eine 19-köpfige Delegation mit Stadtverordnetenvorsteher Walter Böhm und Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz an der Spitze weilte am Wochenende zur Rückverschwisterungsfeier in Macheren. Auf den Tag genau vor einem Jahr hatten neben Dr. Lenz, Lindens Erster Stadtrat Dieter Lehr, Macherens Bürgermeister Bernard Trinkwell und der Vorsitzende des Vereins Macheren ohne Grenzen" Jean Pierre Jaeger in der Volkshalle Leihgestern die Partnerschaft offiziell besiegelt. Nun wurde die Partnerschaft, die dazu beitragen möge, dieses große Ziel eines gemeinsamen Europas, das friedliche Zusammenleben aller Nationen ein gut nachbarliches Verhältnis der Menschen unserer beiden Länder und das wirtschaftliche Wohlergehen eines jeden Einzelnen Wirklichkeit werden zu lassen auch auf französischer Seite besiegelt. Macheren Petit-Ebersviller, in der Region Lorraine (Departement Moselle) gelegen, zählt auf einer Fläche von 1.695 Hektar rund 3.000 Einwohner. Im Trauzimmer des Rathaus der Gemeinde wurde die Ehe zwischen beiden Kommunen geschlossen. Dr. Lenz brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die bisher bestehenden Verbindungen auf die ganze Bevölkerung überspringen werde.

Wir haben nicht nur eine europäische Gemeinschaft die auf dem Papier steht, sondern wir sollten auch selbst sehen, dass wir miteinander können. Stadtveordnetenvorsteher Walter Böhm betonte in seinem Grußwort, dass es nun darum gehe diese Urkunde mit leben zu erfüllen. Partnerschaft setzt Vertrauen voraus. Beide verfolgen ein Ziel und unterstützen sich in guten und in schlechten Zeiten. Auch wünschte er sich, dass die Kontakte auf vielfältige Weise in Macheren und Linden, insbesondere auf dem Gebiet der Jugendarbeit fortgeführt werde. Hierzu waren mit der Lindener Delegation auch seitens der Anne-Frank-Schule Schulleiter Josef Tonner und der Leiter des Gymnasialzweiges, Dr. Rolf Schroth mitgereist. Unmittelbar nach Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden überreichte Linde kollegen zur Jumelage als Gastgeschenk eine große Fahne mit dem Lindener Stadtwappen, damit diese bei künftigen Feiern noch nur Deutschland-, Europa- und Frankreich-Fahne vor dem Rathaus in Macheren gehißt werden kann.

Mit dem Abspielen der beiden Nationalhymnen und einem Applaus für die deutsche Mannschaft, die sich Stunden zuvor mit einem Sieg über Paraguay für das Viertelfinale bei der WM qualifiziert hatte, klang die Feierstunde aus. Anschließend wurde im und um das Rathaus gefeiert, wobei vor allem Macherens Alt-Bürgermeister Joseph Würde besonders von den Gästen aus Linden begrüßt wurde Macheren mit Petit-Ebersviller ist nun nach Sosnicowicze (Kieferstädtel) in Polen (seit 1993) und Loucna nad Desnou (Wiesenberg-Winkelsdorf) in Tschechien (seit 1995) die dritte Lindener Partnerstadt. In zwei Monaten kommplettiert dann Warabi/Japan das Quartett der Partnerstädte. Die Gemeinde Macheren besteht aus den drei Dörfern, Macheren, Moulin Neuf und Petit-Ebersviller. Von einer Fläche von 1.695 Hektar sind gut 600 Hektar Waldbestand. Die Gemeinde hat sich dank der unmittelbaren Nähe von Saint-Avold als eine Vorort- und Wohngemeinde mit einem nicht unerheblichen ländlichen Aspekt entwickelt.